Fortsetzung – Mitarbeiter-Interview: Arbeitsalltag einer Transfergesellschaft

Wir freuen uns darüber, dass unser Mitarbeiter Herr Hans-Peter Stopp bereit ist uns und Ihnen in der Fortsetzung des Interviews vom 12.05.2016 einen umfassenden Einblick in die Arbeitsweise als Qualifizierer in einer Transfergesellschaft zu geben. Er ist tätig im Außenbüro der BAQ GmbH in Saarbrücken / Saarland.

BAQ GmbH: Nehmen viele Mitarbeiter die Sprechstunden in Anspruch?

Herr Stopp: Ja, alle. Wie eben schon erwähnt, manche mehr oder minder.

Würden Sie sagen, dass jeder Mitarbeiter sich während den 12 Monaten Transfergesellschaft um einen neuen Job bemüht, oder gibt es auch Mitarbeiter die sich ausruhen?

Gute Frage. Früher waren Transferprojekte oftmals „Aufbewahrungsanstalten“ ohne Ziel und Sinn. Wir raten den Mitarbeitern anfangs, ganz bewusst NICHTS zu tun, damit sie Abstand gewinnen und zu sich selbst finden können. Im Berufsleben hat man ja gerade dazu keine Zeit. Sie müssen sich in ihrer neuen Situation zurechtfinden und dazu braucht es Ruhe. Hat man diese Ruhe erreicht, muss der ein oder andere sanft wachgerüttelt werden, damit er wieder ins Erwerbsleben zurückfindet, aber das ist ein kleiner Teil unserer Klientel. Die meisten werden nach spätestens 3 Monaten kribbelig und wollen wieder was tun, denn das Arbeitsleben bringt einem auch Bestätigung und Sinnhaftigkeit, das darf man nie vergessen. Ein recht geringer Teil möchte das Transferjahr zu einem Sabbatjahr nutzen. Das liegt zwar nicht im Sinne der Erfinder der Transfermaßnahmen, aber… wir können sehr überzeugend sein, wenn es darum geht, denjenigen die Nachteile einer so langen Auszeit klarzumachen.

Anders sieht es bei Mitarbeitern aus, die sich in eine Selbstständigkeit begeben wollen: da beraten wir (viele von uns sind zugelassene und erfahrene Existenzgründungsberater) intensiv und bereiten sorgfältig und in Ruhe alles vor.

Welche Maßnahmen bieten Sie den Mitarbeitern an?

Zunächst unser eigenes Bewerbertraining, das einen sehr hohen Standard besitzt. Wir haben einen großen Pool an Bildungsträgern, die wiederrum ein riesiges Portfolio an Weiterbildungen besitzen. Diese Maßnahmen können kleine 2-5 Tage Seminare sein, aber auch lange Maßnahmen wie CAD Schulungen, Intensiv-Sprachtraining, professionelles Projektmanagement, SAP Schulungen usw. Wir haben keine Präferenzen, empfehlen meist aber Bildungsträger, mit denen wir bereits erfolgreich zusammengearbeitet haben. Dies macht für alle Beteiligten den meisten Sinn.

Welche Vorteile bietet Ihrer Meinung nach eine Transfergesellschaft?

Der einzelne Betroffene ist vor allem NICHT arbeitslos. Das bedeutet eine immense Verminderung des Erfolgsdrucks. Er hat von Anfang an erfahrene Berater um sich, die sich sehr genau um seine gegenwärtige Verfassung UND seine berufliche Zukunft bemühen. Hinzu kommen noch die Möglichkeit der Ruhensvereinbarung und die Qualifizierungsangebote. Dazu gibt es keine ernst zu nehmende Alternative. (Wer bereits schon einmal arbeitslos war, weiß sehr genau, wovon ich spreche).

Sehen Sie an einer Transfergesellschaft auch Nachteile für die Arbeitnehmer?

So wie wir es verstehen und auch konsequent durchziehen: Ganz klar NEIN.

Vielen Dank für Ihre Zeit. Möchten Sie abschließend noch etwas sagen?

Es ist bedauerlich, dass das Wissen um die Vorteile einer Transfergesellschaft noch nicht so weit verbreitet ist. Die Medien berichten nur über die Nachteile. Man müsste Betriebsräte und Gewerkschafter intensiver darauf ansprechen. Das würde vielen Menschen, die ihren Arbeitsplatz verlieren, helfen.

 

Qualifizierer der BAQ GmbH

Zur Person:

Hans-Peter Stopp ist seit über 20 Jahren als Vermittler und Qualifizierer tätig.

Er hat bereits mehr als 500 Arbeitnehmer in eine neue Beschäftigung begleitet.

Bei der BAQ GmbH in Saarbrücken ist er seit drei Jahren tätig.

Bei Fragen zu seiner Tätigkeit oder seinen Projekten steht er Ihnen gern zur Verfügung.

Telefon: 0681 / 9456189

Telefax: 0681 / 94 56 100

E-Mail: stopp@baq-gmbh.de

XING: https://www.xing.com/profile/HansPeter_Stopp2

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