Personaltransfer: „Der Erfolg liegt in der Vermittlung des Arbeitnehmers“

Neben dem Relaunch unseres Webauftritts möchten wir Sie mit unserem Unternehmensblog auch über die Homepage hinaus mit Informationen rund um die BAQ und weiteren spannenden HR-Themen versorgen. Das nachfolgende Interview soll Ihnen, liebe Leser, einen Einblick in unsere Tätigkeit als Transfer- und Qualifizierungsgesellschaft geben. Hans-Peter Strunz ist seit über 11 Jahren bei der BAQ GmbH in Bochum tätig und lässt uns heute an seinen Erfahrungen als Berater im Personaltransfer teilhaben.

Herr Strunz, Sie sind seit über 11 Jahren bei der BAQ als Transferberater und Projektleiter beschäftigt. Die BAQ GmbH ist eine Transfer- und Qualifizierungsgesellschaft. Was bedeutet das genau?

Hans-Peter Strunz: Die Gründung einer Transfergesellschaft sorgt für einen sozialverträglichen Personalabbau. Bei einem klassischen Sozialplan werden die Betroffenen nach Ablauf ihrer individuellen Kündigungsfrist direkt arbeitslos. Bei einem sogenannten Transfersozialplan erhalten die Beschäftigten das Angebot, für max. 12 Monate in eine Transfergesellschaft zu wechseln. Hier werden dann die Beschäftigten professionell unterstützt, einen neuen Arbeitsplatz finden.

Wie viele solcher Projekte im Personaltransfer haben Sie bereits begleitet?

Hans-Peter Strunz: Ich habe in den Jahren bei der BAQ GmbH etwa 15 Projekte in unterschiedlichen Größenordnungen und Wirtschaftszweigen in NRW und auch bundesweit begleitet. Anfangs als Transferberater alleine oder im Team, später dann auch in verantwortlicher Position als Projektleiter.

Welche ist bei der Verwirklichung von Transfer- und Qualifizierungsmaßnahmen von Arbeitnehmern Ihre Aufgabe als Transferberater?

Hans-Peter Strunz: Die Hauptaufgabe besteht darin, möglichst schnell die betroffenen Beschäftigten „mitzunehmen“. Das heißt, im Rahmen des sogenannten Profilings Potentiale zu erkennen und bestenfalls schon den Qualifizierungsbedarf zu ermitteln. In der folgenden Einzelberatung werden dann entsprechende Weiterbildungen organisiert und umgesetzt, professionelle und vor allem individuelle Bewerbungsunterlagen gemeinsam mit dem Beschäftigten entwickelt. Ziel ist es, zeitnah eine Strategie zu entwickeln, wie das gesteckte Ziel erreicht werden kann. Hierzu gehören selbstverständlich individuelle Pläne und Beratungen, keine Gruppenmaßnahmen oder standardisierte Beratungskonzepte.

Den Unterstützungsbedarf legt in der Regel der Beschäftigte fest. Jemand, der gerade seine Ausbildung abgeschlossen hat, hat natürlich einen anderen Bedarf, als ein Beschäftigter, der sich vor 15 Jahren das letzte Mal auf dem Arbeitsmarkt orientieren musste. Hier ist das Bewerbercoaching meist mit einem wesentlich höheren Aufwand verbunden.

 Landläufig denkt man bei Personalabbau an Massenentlassungen, Arbeitnehmer die ihren Arbeitsplatz verlieren und sich neu orientieren müssen. Sicher haben Sie viele Schicksale erlebt, die Ihnen sehr nahgegangen sind. Wenn jemand beispielsweise seit über 15 Jahren in einem Unternehmen tätig war und dann entlassen wird. Haben Sie dennoch positive Erfahrungen in Ihrer Anstellung gemacht, auf die Sie gerne zurückblicken?

Hans-Peter Strunz: Selbstverständlich ist der Verlust des Arbeitsplatzes immer ein einschneidendes Erlebnis, das meistens mit Frust, Trauer, Wut und auch Zukunftsängsten verbunden ist.

Hier setzt dann bereits unsere Arbeit an. Die sogenannte „Trauerbewältigung“ ist der erste Schritt, um möglichst schnell damit abschließen zu können. Nur dann ist es möglich, erfolgreich an einer neuen Zukunft zu arbeiten. Ich habe in all den Jahren überwiegend positive Erfahrungen machen dürfen. Die meisten Betroffenen sind froh, in dieser für sie schwierigen Phase, eine professionelle Begleitung und Unterstützung zu haben.

Wie kann man sich eine berufliche Qualifizierung des Arbeitnehmers vorstellen, wie läuft das ab?

Hans-Peter Strunz: Ausgehend von der beruflichen Zielsetzung des Beschäftigten wird zuerst abgeklärt, welche fachlichen Anforderungen bereits erfüllt werden, wo es eventuell Defizite gibt, aber auch Optimierungsmöglichkeiten. Schließlich wollen wir erreichen, dass sich unsere Beschäftigten optimal auf dem Arbeitsmarkt präsentieren können.

Nach der Analyse schlagen wir dann dem Betroffenen einige Weiterbildungsträger vor, die unserer Meinung nach den Bedarf optimal abdecken können. Wir kooperieren hierzu bundesweit mit einigen Bildungsträgen, und haben im Laufe der Jahre natürlich unsere eigenen Erfahrungen gemacht, die wir in den Beratungsgesprächen weitergeben.

Der Betroffene besucht dann die vorgeschlagenen Einrichtungen, um sich selbst ein Bild von den angebotenen Möglichkeiten zu machen. Er entscheidetdann auch, wo und wann er die berufliche Weiterbildung machen will.

Wichtig ist uns dabei, dass beim Beschäftigten selbst die Überzeugung vorhanden ist, dass diese Maßnahmen für seine berufliche Zukunft wichtig sein können.

 Was bereitet Ihnen an Ihrer Arbeit am meisten Freude?

Hans-Peter Strunz: Mir persönlich macht am meisten Freude, dass ich mit unterschiedlichsten Menschen arbeiten darf. Für mich ist es immer auch ein ganz persönlicher Erfolg, wenn ein von mir betreuter Mensch eine neue berufliche Zukunft gefunden hat. Die vielen positiven Feedbacks bestätigen mir dies immer wieder.

Herr Strunz, Dankeschön für dieses Interview!

 

Ansprechpartner TransfergesellschaftHans-Peter Strunz hat eine über 30-jährige Berufserfahrung in der Personalarbeit. Seit 2004 ist er bei der BAQ GmbH beschäftigt. Nach den ersten Jahren als Transferberater wurde er ab 2011 auch als Projektleiter eingesetzt, bevor er 2012 die Leitung des Bereichs Transfer übernahm. Er ist Ansprechpartner für alle Beteiligten bei der Vorbereitung und Umsetzung von Transferprojekten und betreut die Mitarbeiter in kleineren Projekten auch selbst.

Kontakt:

Telefon: 0234 / 6876246
E-Mail: strunz@baq-gmbh.de
XING: https://www.xing.to/strunz

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